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Schiffmuseum an der Donau

30.08.2020

Das unbekannte Museum: Das „Schiffmuseum Vienna“

Viele historische Überraschungen sind mit an Bord

 

Die vielbesungene blaue Donau im Bereich der österreichischen Bundeshauptstadt. Bei Stromkilometer 1.923,8, gleich neben der Pagode am rechten Donauufer, befindet sich das größte Schifffahrtsmuseum auf der 2.857 Kilometer langen Donau, das "Schiffmuseum Vienna".

Die Donau ist nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa.

 

 

Am letzten Augustwochenende war das Museum für mehr als fünfzig ÖJC-Mitglieder reserviert. Unter strengen, Corona bedingten, Sicherheitsauflagen.

Begrüßt wurden die Journalisten vom Eigentümer des Museums, dem früheren Hochsee-Kapitän Franz Scheriau.

Die Führungen fanden unter der fachkundigen Leitung des Museumsdirektors Walter Haider statt.

 

 

Im Jahr 1880 war die österreichische Donaudampfschifffahrtsgesellschaft, mit der Kurzbezeichnung „DDSG“ mit 188 Dampfschleppern die größte Binnenrederei der Welt. Das „Schiffmuseum Vienna“ gibt auf vier Piers und mehr als 2.500 Quadratmetern einen Einblick in eine fast vergessende Welt. Neun Schiffe können besichtigt werden, darunter die 1894 gebaute „MS ANA“, eine ehemaliges Dampfschiff und Salonboot des k.u.k. Hofadels. Es ist das älteste fahrbereite Schiff auf Donau.

 

Ebenfalls fahrbereit ist die „MS Arthur“, ein dieselbetriebener Eisbrecher aus dem Jahre 1955. Das Schiff war bis 1977 auf dem Rhein-Main-Donaukanal im Einsatz.

 

 

Aus dem Jahre 1933 stammt das Zollponton. Es diente bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1990 als Grenzstation auf der Donau bei Hainburg, an der österreichisch-slowakischen Grenze.

 

Das wichtigste Schiff im Wiener Schiffmuseum ist die 1914 gebaute „MS FREDERIC MISTRAL“. Das 170 Tonnen schwere kaiserliche Visitationsschiff von Kaiser Franz Josef I. Der Kaiser nutzte bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie das Schiff um inkognito von der Donau aus durchs Land zu reisen um seine Untertanen zu beobachten. Die „Kaiserkabine“ war im Bug des Schiffes, hinter einer Geheimtür untergebracht. Offiziell war die „MS MISTRAL“ ein Dampfschlepper und Minensuchschiff.

 

 

Die „Mistral“ wurde in Holland unter dem Decknamen „COLUMBIA“ gebaut, da in Österreich niemand von der wirklichen Aufgabe des Schiffes wissen durfte. Besonders eindrucksvoll ist der Salon der Mistral, den außer der Kapitän und der erste Offizier nur der Kaiser betreten durfte.

 

 

Auf einer kurzen Rundfahrt auf der Donau konnten sich die Gäste von der Kraft der 126 Jahren alten „MS ANA“ und des 1977 gebauten Bergeschiffes „MS ISAAC“ überzeugen. Dieses Schiff hob 2002 den im 2. Weltkrieg über den Traunsee abgeschossenen amerikanischen Bomber „Dottie Mae“ aus 170 Meter Tiefe.

 

 

Weitere Schiffe, die man besichtigen kann sind: „MS JOSEF, Arbeitsschiff 1949; „ZOEI“ ca. 1850, Passagierfähre; Messboot ca. 1952, „behördliches Bereisungsschiff“ und die „MS PASCAL“ 1907, derzeit im Hafen Korneuburg. Im Rahmen einer exklusiven Presseveranstaltung für die Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs zeigten die Mitarbeiter des Museum jeden noch so versteckten Winkel in den Museumsschiffen.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Arbeit der Wiener Bildhauerin Astrid Unterberger, die an einem Holz-Modell für eine Gallionsfigur für den Mistral arbeitet.

 

 

Text: Prof. Fred Turnheim

Pressefoto: Hannes Hochmuth, Florian Müller



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