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Sisi und die Diamantsterne

27.09.2019

Sisi und die Diamantsterne. Ihr Schmuck, ihre Mode und warum so viel davon verschwunden ist.
 

Kaiserin Elisabeth besaß mehrere Sets von Diamantsternen, die sie sich gerne ins Haar steckte. Diese Schmuckstücke waren maßgeblich dafür, dass Sisi zu einer Modeikone ihrer Zeit wurde und bis heute für Schönheit und Stilsicherheit bewundert wird. Die Diamantsterne stammten von dem Wiener Juwelier  A.E. Köchert – aber auch andere Goldschmiede fertigten sternförmigen Schmuck. Die typische Frisur mit dem um den Kopf geschlungenen Flechten wäre ohne die Sterne nie so berühmt geworden. Noch heute werden Nachbildungen dieses Schmuckstücks massenhaft verkauft.

1864/65 ließ sich Kaiserin Elisabeth von dem Maler Franz Xaver Winterhalter in Schloss Schönbrunn porträtieren. Das „Gala-Gemälde“ das dabei entstand, wurde weithin berühmt. Es prägte das Bild, das wir von ihr bis haben – bis heute. Denn es war ein gelungener First-Lady-Look, den Sisi da präsentierte. Das weiße Sternenkleid war eine Kreation des berühmtesten Modeschöpfers dieser Zeit. Der in Paris arbeitende Engländer Charles Frederick Worth hatte die Robe entworfen. Weil Worth so erfolgreich und innovativ war, wird er als der „Vater der Haute Couture“ bezeichnet.

Anders als bisher angenommen, hat Sisi ihre Lieblingssterne nicht alle an ihre Hofdamen verschenkt. Die wichtigsten, die auf dem Gala-Gemälde festgehaltenen, vermachte Kaiser Franz Josef seiner Enkelin Erzherzogin Elisabeth Marie, genannt Erszi, als diese 1902 Otto Windisch-Graetz heiratete. Dies belegen Abbildungen in zeitgenössischen Zeitungen.

 

 

Einem anderen Sisi-Stern widerfuhr ein besonders spannendes Schicksal. Im Jahr 1998 wurde in Schloss Schönbrunn eine große Ausstellung rund um Elisabeth veranstaltet. Dabei wurde ein Diamantstern aus Privatbesitz präsentiert. Dieser Stern, eine Leihgabe, wurde bei dieser Ausstellung gestohlen. Etwa zehn Jahre später prahlte ein kanadischer „Meisterdieb“, dass er den Stern in einer waghalsigen Aktion aus Schloss Schönbrunn entwendet habe.  Der Stern ist inzwischen wieder in Österreich, er ist heute ein Ausstellungsstück im Rahmen des Sisi-Museums in der Hofburg in Wien.

Der Stern war die Leihgabe einer Wiener Dame mit ungarischen Wurzeln, die für dieses Buch interviewt wurde und das Schicksal ihres Sterns erzählt.

 

Die Geschichte und die Geschichten rund um den Schmuck und die Kleider von Kaiserin Elisabeth sind spannend. Altes und Neues prallten zu ihren Lebzeiten zusammen. Bis heute funkeln die Sterne.

 

Johanna Ruzicka, Verlag Dr. Snizek, Wien 2019, Euro 19,90

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