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Letzte Fahrt der Johann Strauss

16.12.2017


historischer Bericht zur letzten Fahrt der

"Johann Strauss" 

 


gehört doch die Wasserseite zur Leopoldstadt! Am Treppelweg beim Liegeplatz ist die Innere Stadt zuständig! ... Der Schlepp-Konvoi führte am 15.12.2017 vorbei am Grünen Prater mit Blick auf das Riesenrad zum letzten Liegeplatz in den Freudenau Hafen. Wien Besucher erzählten,- aha! Jetzt ist der Schandfleck, der Rosthaufen endlich weg! ...
 

 

Schade, um das wohl berühmteste Schiff der DDSG! ...

 

 

Dampffahrgastschiff Johann Strauss auf letzter Fahrt!

Erbaut im Jahre 1853, - eine wechselvollen Geschichte!  …

Das erste Schiff mit dem Namen „JOHANN STRAUSS“ trug ursprünglich den Namen „ERZHERZOG FRANZ FERDINAND“ und sank nach einem Bombentreffer in Linz im Jahre 1945.

In der Schiffwerft Linz wurde im Jahre 1950 die Dampfmaschine des gesunkenen Schiffes in den Rumpf der GREIN eingebaut vormals

(ex CARL LUDWIG).

Somit entstand der neue „JOHANN STRAUSS“, der bis zum Bau der THEODOR KÖRNER als luxuriösestes Schiff der ersten DDSG galt.

Noch im gleichen Jahr erfolgte in der Schiffswerft Linz der Umbau von Kohle auf Schwerölfeuerung.

 

 

Nach der Beendigung des Generalumbaus wurde das Schiff im Liniendienst zwischen Linz und Wien eingesetzt und nach einem Hauptwellenbruch im Jahre 1972 außer Dienst gestellt.

Nach der Außerdienststellung wurde der Dampfer von der Ersten DDSG verkauft und wechselte mehrfach den Besitzer.

Nach dem Einsatz als Restaurantschiff in Regensburg gelangte es im Jahre 1985 in dem Besitz der Firma WIGAST und wurde, mittlerweile nicht fahrbereit und ohne Maschine, nach Wien geschleppt.

Das Schiff fand nun im Donaukanal in Wien seinen neuen Liegeplatz und wurde oberhalb der Schwedenbrücke wieder als Restaurantschiff eingesetzt.

Im Dezember 2017 erfolgte nach langem Rechts-Streit mit der Stadt Wien und den Restaurantschiff-Betreiber das AUS der „Johann Strauss“!

 


Abtransport Vorbereitung:

Der Rauchfang, - in seiner letzten Funktion war nur mehr eine hochaufragende Reklamebeleuchtung!

Er wurde mittels Kran umgelegt um die Brücken Durchfahrten zu ermöglichen! Am Heck oberhalb der Ruder ist die Rammbordleiste mit Schneidbrenner entfernt worden, - um ein Schubgestell welches am Treppelweg zusammengeschweißt wurde zu befestigen!

Der Schubkraftschluß erfolgte bei dem Wrack mit zwei von der Bug Wand bündig senkrecht nach oben laufende Stoßschultern.

Das feste Verzurren erfolgte mittels Stahlseile von Poller zu Poller, mittels Windenzugs am Schub-Schlepper am Bug der THERESA und an dem Rückhalte Zugschiff am Heck der GRAFENAU von der Firma Felbermayr, ein Spezialunternehmen für Schwer-Transporte zu Land, Schiene und Wasser!

 

Lt. Stromaufsicht war es am Freitag 15.Dez.2017

soweit und der letzte Weg hat begonnen, Stromabwärts zum Freudenau Hafen.

Zur Sicherheit wurden an Deck zusätzlich mehrere Pumpen für einen möglichen Wassereintritt während der Schleppfahrt bereitgestellt.

Unter Deck waren Taucher bereit, falls das Schiff bei der Naufahrt Leck wird! Pumpen waren einsatzbereit, - sollten die Verstärkungen der Rumpf-Bleche nicht ausreichen!

 

 

Der letzte Weg:

 

Donaukanalabwärts vorbei am „Grünen Prater“ wurde die abgewirtschaftete, ruinierte jetzt irreparable rostige, Johann Strauß vom 

Liegeplatz bei der Schwedenbrücke zu seiner letzten Fahrt in den Freudenau Hafen gebracht!

Besonders freute sich Frau STR Mag.a Uli Sima, dass wieder Ruhe am Donaukanal einkehrt!  ...

Zum Abschied hat ein Marinefreund eine "Strecke" mit der Bootsmannsmattpfeife bei Leinen los gepfiffen, - von den Schlepp-Schiffsleuten erfolgte ein Salut mit Dauerton!

Begleitet wurde der Konvoi von der Schifffahrtsbehörde, der Strompolizei und der Feuerwehr Wien Leopoldstadt.

Inzwischen mussten die Personenschiffe vor den Schmalstellen warten bis der Schleppverband vorbei war!

 

 

Letzter Gruß „Schiff ahoi“ fahre wohl! ...

 

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