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LUSTHAUS

7.05.2016

Prater „Lusthaus“

Als Kaiser Maximilian II. im Jahre 1560 den Lehensbesitz einiger Klöster und Gemeinden im Gebiet des heutigen Praters zu einem geschlossenen, kaiserlichen Jagdgebiet vereinigte, wurde das "Grüne Lusthaus", ein Jagdhaus errichtet. 1766 machte Kaiser Josef II., den bis dahin dem Hof und Adel allein vorbehaltenen Prater öffentlich zugänglich.

1781 bis 1783 wurde das Lusthaus im Auftrag Josef II. von Isidore Canevale neu erbaut. Seit dieser Zeit ist das Lusthaus wiederholt Schauplatz großer Festlichkeiten.

Am 18. Oktober 1814, dem ersten Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, bei der Napoleon vernichtend geschlagen worden war, wurde anlässlich des Wiener Kongresses unter Mitwirkung aller in Wien versammelter Monarchen, ein opulentes Armeefest im Prater veranstaltet.

Aus diesem Anlass wurden über das Wiener Wasser beim Lusthaus drei Kriegsbrücken errichtet, deren Geländer aus erbeuteten französischen Gewehren bestanden. Lange, geschmückte Tische wurden in den zum Lusthaus verlaufenden Alleen aufgestellt. 18.000 Mann Fußvolk und Reiter wurden bei dieser Festlichkeit verköstigt.

 

 

Den glanzvollen Mittelpunkt bildete das Lusthaus, wo im ersten Stock die kaiserliche Familie, die hohen Souveräne, die Kron- und Erbprinzen, der Feldmarschall und Kriegsminister Fürst Schwarzenberg speisten.

Die Freudenau war für den Adel und das Bürgertum das Zentrum des Pferdesports, dessen gesellschaftliches Hauptereignis das alljährliche Derby sowie der Blumenkorso waren. Hierbei war das Lusthaus Treffpunkt und Bühne des eleganten Leben Wiens.

Die Hauptallee wurde auch zu Fiaker Wettfahrten benutzt, wobei der bekannte Fiaker Haas - ein oftmaliger Sieger - die 8 km Strecke vom Praterstern zum Lusthaus und zurück in der Rekordzeit von 19 Minuten zurücklegte.

1924 wurde die Wallfahrtskirche Maria Grün errichtet, die sich in der Zwischenkriegszeit hoher Beliebtheit erfreute. Um den Gedenkstein des gefallenen Gastwirtes Franz Plankenbüchler entstand eine Waldandacht mit Hunderten an den Aubäumen befestigten Heiligenbildern.

Heute dient die romantisch in einer Waldlichtung gelegene Kirche als beliebte Trauungskirche - mit anschließendem Hochzeitsfest im benachbarten Lusthaus.

 

 

Das Lusthaus, der gelbe poetische Fleck im Wiener Prater - eine grellbunte Melange aus Auwald und Reitbahn, aus Messegelände und Hafenzufahrt, aus Hundedressuranstalten und Hochzeitskapelle, aus Badeanstalt und Gasthausgarten, Autodrom, Schaubuden, Sportstadion, Golf-, Bowling- und Tennisplätzen, aus Eichenwald, Kastanienalleen und ausgedehnten Wiesen. Das Riesenareal des Praters zu durchstreifen, ist ein Abenteuer, das sich allemal lohnt.

Als Lusthaus Stammgast, - beschreibt Adalbert Stifter einem Fragenden den Prater: „Ist es ein Park? Nein! Ist es eine Wiese? Nein! Ist es ein Garten? Nein! Ein Wald? Nein! Eine Lustanstalt? Nein! - Was denn? Alles dies zusammengenommen!" - Ist der Wiener Prater!

 

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